Wäre es nach meiner Nase gegangen, dann hätte ich Sonja in die nächste Ecke gezogen und geküsst. Aber das wären ja Fisimatenten oder Verlustierungen gewesen und obwohl uns eher der Schalk als die Angst im Nacken saß, mit Kramer musste man es sich nicht anlegen.

Kramer war schon korrekt, aber manchmal eben zu sehr und dann nannten ihn alle Kramladen.

Sonja behauptete immer, er sei eigentlich selber so, aber das wussten wir nicht und es ging nicht nach meiner Nase und andere Nasen waren Schuld daran, dass Kramladen überhaupt nötig war.

Drogen im das Millennium verpennt habendem Jugendclub bei uns auf dem Dorf!
Seitdem gab es keine Fisimatenten und Verlustierungen mehr oder auch erst seit Kramer Miriam und Björn auf dem Klo erwischt hatte.

Das war auch nicht wichtig, denn seitdem gab es die Geschichten wenn Kramer gut drauf war. Wer kann sich schon vorstellen, dass seine Eltern mal nicht viel anders waren?

Wir – seit Kramer aus dem Nähkästchen plauderte.

Am besten gefielen und die mit den Herbert Tobias-Fotografien im Zimmer von Saschas Vater und die mit der Mutter von Jennifer und der Urlauberin beim Rhododendron, die anderen lachten natürlich, aber Sonja und ich dachten im Stillen nur Ach nee, wir sind weder einzig noch artig.


Gruß an Christiane, Ludwig und Gerda.

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