Wenn fraglich dasselbe wie fragbar ist, dann ist er nicht fraglich, dieser Schmerz jemanden auf diese Art gehen zu lassen.

Auf keine Art, auch wenn man es nicht verhindern kann.

Martina ist in dieses Auto gestiegen, schon derartig dicht, dass sie selbsterdachte Worte wie Paradeiser lallte und keiner mehr verstand was sie sagen wollte. Dieser Zustand ist gefährlich und der Schmerz beginnt dort wo jemand in der Situation jede Sorge nur noch als Kinkerlitzchen abtut. Auf einer so kurzen Stecke könnte auch mit Alkohol im Blut nichts passieren und sie wolle doch nur dieses Fotzenarschloch von Schlawiner zur Raison bringen, weil der Idiot immer Weiber im Gästeklo knallt.

Dieser Wahn pocht wie eine rohe Wunde an jedem, der dabei ist.

Trotzdem muss man daneben stehen, im Wissen um all das, was passieren kann und zulassen, dass dieser Mensch wegfährt um nicht Schuld zu haben wenn die Sache eskaliert.Und dann muss man innerlich sterben weil man keine Ahnung hat wie man diese Show den Kindern erklärt.

Wenn fraglich dasselbe wie fragbar ist, dann ist er nicht fraglich, dieser Schmerz jemanden auf diese Art gehen zu lassen.


Für die Kooperation zwischen Christiane und Ludwig Zeidler (vormals lz/textstaub).

 

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