Und wieder dieser zerkratzte Warzenhof bei Jutta. Sie tut es ab, sagt, es sind Kinkerlitzchen, aber ich weiß ganz genau was sie nicht sagt und worüber sie nicht reden will. Sie hat ihre Ausreden dafür, dann lenkt sie ab und erzählt von dem Hund, und den gestohlenen Paradeisern und weil ich das Wort nicht kenne überlege ich erstmal eine halbe Stunde und dann ist die Situation und alles was daraus hätte werden können vorbei.

„Paradeiser ist ein Wort wie Schlagobers“, sagt sie beim Essen und das ist alles was sie mir zu solchen Worten sagt, „du hast sogar welche auf dem Teller.“

„Das ist Tomatensalat.“

„Ein Brauner ist bei uns auch kein Schnaps.“

Dann sieht sie unter den Tisch und sagt: „Amadeus, aus!“

„Du Schlawiner“, sage ich, denn der Hund zerrt an den Kappen meiner Schuhe, „Lass das sein!“

Auf dem Tisch verschmilzt die Atmosphäre in die Surrealität. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, dass und warum wir uns eigentlich getroffen haben und ich frage mich auch nicht mehr nach den Begegnungen, die man ausgerechnet da hat wo man das andere wie das eigene kennt.


Eine in mehrere Richtungen interpretierbare Situation für die Kooperation zwischen Christiane und Ludwig Zeidler (vormals lz/textstaub).

Advertisements