Die Ironie des Schicksals wünschte sich, dass Barbara immer erst HINTER der Tür umdrehen und wieder gehen wollte, nie schon auf dem Parkplatz. Erst dann kam die Angst, hatte sie doch früher, als sie es noch nicht anders kannte anderen, fast fremden Leuten arglos private Dinge über sich erzählt, sich bei harmlosen Fragen aber über den Eingriff in ihre Privatsphäre mokiert. Es war besser gewesen, dass niemand wusste, dass die Lieblingsfarbe der echten Barbara beige und nicht pink war, oder dass sie lieber Fußball spielte als guckte.

Auf den Treppenstufen, hier und jetzt, sagte sie sich, dass die hier doch noch nicht mal wussten, dass sie Barbara hieß. Sie hatte ALINA gesagt, weil so viele Mädchen in ihrer Schule geheißen hatten. Mindestens eine Frau machte das genau so, hier hieß sie Martina und in Wirklichkeit Bettina, das hatte Barbara erst gemerkt als die aus Versehen ihren richtigen Namen über ihre Telefonnummer für den Notfall geschrieben hatte.

Genau die stand jetzt oben vor dem Raum und winkte KOMM!

Drinnen stöpselte eine andere einen Wasserkocher ein und sagte, dass die Kaffeemaschine den Geist aufgegeben hatte, auf dem Tisch standen schon Pulverdosen.

Da musste Barbara lachen: „Als mein Papa nüchtern wurde hatten wir alles voll mit dem Zeug, Cappuccino, Milchkaffee, Kakao… Er hat das nie gemocht, aber auf einmal hatte er voll Bock drauf!“


Für die abc.etüden.

Advertisements