Eine Nachtzugfahrt weckt Illusionen von Hopper mit seiner Einsamkeit in Abteilen und Zimmern, Bars und Straßen. Beruhigend muss es sein in der Müdigkeit einzusacken und unter dem Geratter des Kolosses wegzudämmern. Aber man weiß, dass es nicht so ist. In Wirklichkeit wacht man gerädert auf. (Trotzdem: Mit Instantkaffee und Creamer hinein in den Sonnenaufgang wäre einen Wunsch schon wert.) Jene Nachtzugfahrt wie von Hopper lässt auch kurz Gedanken an Herrndorf aufkommen. Als Maler fast völlig vergessen, bekannt eigentlich nur geworden weil die Ursache für seinen Text so ausgeschlachtet wurde. Kannte man ihn eigentlich vorher? Und kann man das ernsthaft Talent nennen oder liegt es nur daran, dass er in einem in der Vorstellung anderer Leute unerträglichen (für sie noch mehr als ihn selber) Zustand den Entschluss gefasst hatte weiter zu arbeiten? Ein Schwein, das man durchs Dorf trieb, letztendlich. Aber die Bilder waren gut. Zurück bei Hopper kommt der Gedanke gelesen zu haben, bis zum Schluss hätte er Einkäufe selbst durch das Stiegenhaus in das Appartment getragen.

Ach, der Müll muss auch noch runter!

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