Sabrina fand Galeristen armselig. Ein überhebliches, intellektuelles und geltungsbedürftiges Pack, das sich selbst als die Rettung der Menschheit feierte.
Sie hasste auch Vernissagen. Alles so steif und theoretisch und alles ganz wichtig Kunst, während man sie und ihre Arbeiten als Kreativscheiß verschrie. Kunsthandwerk! Und mit ihrem Eso-Scheiß – Sabrina war der Meinung, Kunst müsse aus der Seele kommen – solle sie sich gleich mal trollen, so würde das nichts. Manchmal beneidete Sabrina die, die davon überhaupt nicht leben wollten, Thomas, Daniela und Johanna, aber dann hasste sie diese drei auch, weil sie den Markt kannten und immer nur sagten, sie würden sich nicht prostituieren. Sabrina empfand sich dann abgewertet, die konnten sie nicht verstehen und fanden sie wohl insgeheim ein Strichmädel. Manchmal wollte sie einfach nur hinschmeißen, die anderen wirkten irgendwie glücklicher.


 

Textstaub variiert seine Schreibeinladung und der Würfel gibt mir Galerist, Rettung und Armselig. Ich kenne tatsächlich die ein oder andere „Sabrina“, diese hier ist aus mehreren Personen zusammengewürfelt.

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