In der Mitte stehen konnte Jorit gut. Wenn Jorit etwas konnte, dann das, auch wenn es da ziemlich leer war. Zwischen den Eltern, zwischen den anderen, zwischen… überhaupt allen. Und allem, während andere so gut drüber standen. Oder wenigstens davor und das war Jorits Hauptproblem: Er stand nicht vor seinen Kindern. Er hatte zugelassen, dass Katharina sie mitnahm, einfach so und ohne zu fragen, mit der Begründung, dass man eben nicht in der Mitte stehen könnte. Mit „man“ hatte sie Tim gemeint, der wollte lieber zum Vater. Da hätte er nicht in der Mitte gestanden. Jetzt stand er in der unsichtbaren Mitte, weil er da ja eigentlich nicht stehen wollte und Jorit fühlte sich schuldig. Warum hatte er nicht gekämpft? Bei Emma und Jan war das anders, die konnte man noch nicht fragen, aber Tim hatte doch extra gesagt, er wolle bei Jorit bleiben. Nur dass Tim eben keiner fragte. Jedenfalls keiner, der was zu sagen hatte und jedenfalls nicht so lange Tim noch nicht wirklich in der Mitte stand. Aus der Mitte heraus hörte niemand das Rufen. Du kannst heulen, du kannst schreien, du kannst austicken, man hörte es nicht, weil die Mitte so leer war.

Und du kannst Flaschen leeren, das merkt man da auch nicht.

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